Der Veranstaltungskalender für Österreich: Termine, Kosten und Anreise
Der Sommer gehört in Österreich den Open Airs, der Winter den Bällen und Christkindlmärkten. Dazwischen füllen Festspiele, Sportevents und Brauchtumstermine den Kalender.
Ein Jahr, vier Schwerpunkte
Die Dichte ist im Sommer am höchsten. An manchen Wochenenden im Juli und August konkurrieren mehrere große Veranstaltungen direkt miteinander, was sich auf Preise und Unterkünfte auswirkt.
Im November ist es am ruhigsten. Wer Ruhe sucht und trotzdem Kulturprogramm möchte, findet in diesem Monat die besten Bedingungen.
Brauchtum, Almabtrieb und Erntedank
Aufsteirern in Graz ist eines der größten Volkskulturfeste des Landes und findet im September statt. Die Innenstadt wird dafür über ein Wochenende weitgehend umgewidmet.
Erntedankfeste laufen im Herbst in praktisch jeder Gemeinde. Sie sind klein, kostenlos und geben einen ehrlicheren Eindruck vom Landleben als jede größere Veranstaltung.
| Ticket | meist der kleinere Teil | Frühbucher deutlich günstiger |
| Unterkunft | oft der größte Posten | weiter entfernt spürbar billiger |
| Anreise | variabel | Kombitickets prüfen |
| Verpflegung vor Ort | über dem üblichen Niveau | bei mehreren Tagen relevant |
Sportveranstaltungen mit großem Publikum
Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Jänner ist der bekannteste Wintersporttermin des Landes. Die Streif zieht jedes Jahr ein sehr großes Publikum an, entsprechend früh sind Unterkünfte ausgebucht.
Fußball läuft von Ende Juli bis Mai, mit einer Winterpause. Die Spieltermine stehen meist erst kurzfristig fest, weil sie von Fernsehübertragungen abhängen.
Ein Überblick nach Regionen
Wien deckt das ganze Jahr ab und hat die größte Dichte an Kulturveranstaltungen. Dafür ist dort fast alles teurer als in den Bundesländern.
Oberösterreich verbindet Industriekultur mit Musik, das Ars Electronica Festival in Linz ist dafür das bekannteste Beispiel und findet im September statt.
- Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
- Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
- Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
- Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind
Tickets, Vorverkauf und Preise
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
Abendkassen öffnen meist ein bis zwei Stunden vor Beginn. Bei kleineren Veranstaltungen reicht das völlig aus. Einen Ausgangspunkt bietet die Zusammenstellung zu .
Vorbereitung, die sich auszahlt
Bei Veranstaltungen im Freien ist Sonnenschutz ebenso wichtig. In den Bergen ist die Strahlung spürbar stärker als im Flachland. Mehr Themen aus Österreich sind unter gesammelt.
Ein aufgeladener Akku und ein kleiner Ersatzakku helfen mehr als gedacht, wenn Tickets digital hinterlegt sind.
Die unbekannteren Termine
Kleinere Formate haben zwei praktische Vorteile: Es gibt Platz und man zahlt selten Eintritt. Dafür ist das Programm kürzer.
Gemeindezeitungen und Aushänge am Ortsplatz sind dafür nach wie vor die beste Quelle. Vieles davon landet nie im Internet.
Wein-, Most- und Kulinarikfeste
Weinfeste prägen den Spätsommer und Herbst in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich. Sie sind klein, günstig und meist ohne Eintritt.
Buschenschanken sind saisonal geöffnet und dürfen nur eigene Produkte ausschenken. Wann sie aufsperren, steht auf den Tafeln der jeweiligen Gemeinde.
Barrierefreiheit und Zugänglichkeit
Viele Veranstalter bieten Begleitpersonen freien Eintritt an. Diese Regelung wird selten aktiv beworben und steht meist im Kleingedruckten.
Bei Freiluftveranstaltungen auf Wiesen ist die Lage schwieriger. Der Untergrund wird nach Regen schnell unpassierbar, auch wenn eine Rampe vorhanden ist.
Mit Kindern unterwegs
Treffpunkte für den Fall, dass man sich verliert, klärt man am besten vor dem Betreten des Geländes. Handyempfang ist bei vollen Veranstaltungen unzuverlässig.
Adventmärkte haben oft eigene Bereiche für Kinder, von Ponyreiten bis Bastelstationen. Diese Angebote laufen nachmittags und enden früher als der übrige Markt.
Was am Gelände gilt
Der Einlass beginnt üblicherweise ein bis zwei Stunden vor Programmstart. Bei Sicherheitskontrollen entstehen dort schnell Wartezeiten.
Große Taschen und Rucksäcke sind bei vielen Veranstaltungen in der Größe beschränkt. Die zulässigen Maße stehen in der Hausordnung auf der Veranstaltungsseite.
Die Steiermark hat einen ausgeprägten Schwerpunkt auf Volkskultur und Kulinarik, mit Festen rund um Wein, Kürbis und Apfel im Herbst.
Unterkunft rechtzeitig klären
Für Veranstaltungen in den Landeshauptstädten ist die Anreise mit Bahn und Bus fast immer die bessere Wahl. Parkplätze sind knapp und an Veranstaltungstagen häufig gesperrt.
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Bargeld ist bei kleineren Festen weiterhin nützlich. Nicht jeder Standler akzeptiert Karte, und der nächste Bankomat ist oft weit.
Was die Festspielsaison ausmacht
Karten für die bekannten Produktionen sind früh vergriffen. Wer flexibel ist, findet oft noch Plätze bei Nebenveranstaltungen oder bei Vorstellungen unter der Woche.
Die Spielpläne stehen meist ein halbes Jahr im Voraus fest. Das macht die Planung leichter als bei Popveranstaltungen, wo Termine kurzfristiger kommen.
Häufige Fragen zu Veranstaltungen in Österreich
Braucht man Tracht für Brauchtumsfeste?
Nein. Trachtenkleidung ist verbreitet, aber keine Voraussetzung. Alltagskleidung fällt bei keinem dieser Feste negativ auf.
Wann ist Ballsaison?
Von Jänner bis zum Faschingsdienstag. Neben den großen Bällen gibt es zahlreiche Vereins- und Zunftbälle, die deutlich günstiger sind.
Wann beginnen die Christkindlmärkte?
Üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte. Sie laufen bis kurz vor Weihnachten, kleinere Märkte oft nur an Wochenenden.
Die genannten Zeiträume geben den üblichen Jahresverlauf wieder. Einzelne Veranstaltungen können verschoben werden oder entfallen.